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Hilfe beim Zensus gesucht

Es wird noch dringend Unterstützung benötigt

Hier das Schreiben vom Landrat Florian Lorenzen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 16.05.2022 startet der Zensus2022.Der Zensus erscheint einigen evtl, als eher lastige zusätzliche Aufgabe. Dennoch

mochte ich Sie auf diesem Wege noch einmal über die Wichtigkeit derDurchführung informieren.

Auch wenn es so wirkt, als ob der Staat schon Kenntnis von allen Daten hatte,so wurde nach den Erhebungen der Volkszahlung immer wieder festgestellt,

dass große Differenzen in Daten der vorhandenen Register (z.B. durch Dubletten oder Fehlbestande) vorhanden waren.

Die im Rahmen des Zensus erhobenen Daten bilden eine wichtige Grundlage/Datenbasis für alle wichtigen Entscheidungen des Staates, der Verwaltung,

Wirtschaft und Politik.

Fehlen in der Datenerhebung z.B. Teile, die nicht mitgezahlt wurden, hat dieses weitreichende und langjährige Konsequenzen.

Die Zahlen, die jetzt erhoben werden sind Planungszahlen, die in den nächstenzehn Jahre immer wieder zu Grunde gelegt werden.

Die für die Statistik in derzeit vom 16.05.2022 bis 07.08.2022 erhobenen Daten bilden zukünftig die Grundlage für eine Vielzahl von staatlichen Entscheidungen,

als Beispiel sei hier der Bau von Schulen und Kindertagesstatten, den Erhalt einer Schule, zusätzliche Senioren- oder Pflegeeinrichtungen sowie

auch infrastrukturellen Maßnahme genannt.

Immer, wenn Bevölkerungsdaten für Planungen in den nächsten 10 Jahren zugrunde gelegt werden, bilden die im Zensus 2022 erhobenen Daten die

Grundlage. Das bedeutet folglich auch, dass die Zahlen beim Ausbau der Straßen- und Wegenetze, der Verbesserung der Verkehrsanbindung, z.B. bei

Fähr- oder Zuganbindungen eine gravierende Rolle einnehmen können.Die Aufgabe der Erhebung ist zeitlich bis zum 07.08.2022 befristet, Daten sollen

grundsätzlich bis zum 07.08.2022 erhoben sein und werden im Nachhinein nicht mehr berücksichtigt werden.

Darüber hinaus erfolgen Finanz- und Schlüsselzuweisungen auf Grundlage der im Zensus erhobenen Daten. Soll die Entscheidung getroffen werden, ein

größeres Bauvorhaben zu Wirtschaftsforderung zu realisieren, wird auch hier oft neben anderen Faktoren die Bevölkerungsstärke zu Grunde gelegt. Auch

diese Bevölkerungsstärke generiert sich aus den im Zensus erhobenen Zahlen. Hier verweise ich auf die finanzielle Problematik der Stadt Flensburg.

Im Laufe der letzten Volkzählung im Jahr 2011 wurden dort Bevölkerungszahlen nicht vollständig erhoben, die Finanzmittelzuweisungen fielen daraufhin in

den folgenden 10 Jahren wesentlich geringer aus, mit der Folge, dass der Stadt jährlich Millionenbetrage im Haushalt fehlen. Die bisher laufenden Klageverfahren

waren erfolglos.

Aus den im Vorwege genannten Gründen ist es mir daher ein wichtiges Anliegen, dass wir für den Kreis Nordfriesland im Zensus2022 umfassende und

präzise Daten erheben. Die Daten sollen von ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten erhoben werden. In den vergangenen Monaten wurde aus diesem

Grunde eine Vielzahl von Aufrufen gestartet, leider aber nur mit mäßigem Erfolg.Insbesondere auf den Inseln Fohr, Amrum und Sylt fehlt bisher leider noch eine

große Anzahl an Erhebungsbeauftragten. Ohne weitere Interessierte, die sich bereiterklären, als Erhebungsbeauftragte tätig zu werden, können die geforderten

Zahlen voraussichtlich gerade in den oben genannten Teilen Nordfrieslands nicht ordnungsgemäß erhoben werden.

Ich erbitte daher dringend Ihre Unterstützung und Mithilfe, geeignete Personen anzusprechen und für die Aufgabe des/der Erhebungsbeauftragten zu begeistern

und diese Tätigkeit auf den Inseln zu übernehmen. Die Aufgaben der Erhebungsbeauftragten umfassen:

- Fuhren von kurzen Interviews mit den ausgewählten Auskunftspflichtigen - Besuch einer etwa halbtägigen Schulung zur Vorbereitung auf die Aufgabe

- Verpflichtung zur Wahrung der Geheimhaltung und der Datenschutzgesetze Für diese ehrenamtliche Tätigkeit wird je nach Befragungsumfang eine Aufwandsentschädigung

von 600 bis 1.000 Euro gezahlt, diese unterliegt grundsätzlich nicht der Besteuerung nach dem Einkommensteuergesetz.

Voraussetzung als Erhebungsbeauftragter tätig zu werden ist:

- Zuverlässigkeit und Genauigkeit

- Verschwiegenheit

- Ein Quäntchen Flexibilität und Mobilität

- Sympathisches und freundliches Auftreten

- Gute Sprachkenntnisse

- Volljährigkeit zum Erhebungsbeginn

Momentan fehlen im Kreis Nordfriesland insgesamt noch über 120 Erhebungsbeauftragte,

davon momentan 55 für Sylt, 38 auf Fohr und 3 potenzielle

Erhebungsbeauftragte auf Amrum.

Interessente mögen sich bitte umgehend beim Amt Föhr-Amrum, oder bei der Erhebungsstelle

des Kreises Nordfriesland unter 04841/67 7099 melden - unter dieser Rufnummer steht

Ihnen das Zensus-team des Kreises Nordfriesland auch gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Ich bedanke mich im Vorwege für Ihre Unterstützung und hoffe, dass sich

durch diese Informationen weitere Erhebungsbeauftragte in Ihrem Bereich finden.

Werben Sie auch gerne in Vereinen und Verbanden weiderholt für diese

wichtige Aufgabe - gemeinsam wird es uns sicher gelingen, den Zensus 2022

erfolgreich zu absolvieren.

Mit freundlichen Grusen

Florian Lorenzen

Landrat

Datum